Autor: Robert Stachel
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„Lieber einen Freund verlieren als eine Pointe auslassen“ (WOZ)
Von der Realität überholtSeit 2012 ist auch die Kabarettgruppe Maschek ein fixer Bestandteil der Sendung. Peter Hörmanseder und Robert Stachel verfolgen schweigend am Rand der Bühne vor ihrem Laptop das Geschehen bis zu ihrem Auftritt. Ihr Konzept ist so schlicht wie genial: Sie drehen den Menschen wortwörtlich die Worte im Mund um, indem sie Nachrichtenbeiträge, Ansprachen von PolitikerInnen oder Reportagen mit ihrem eigenen Text synchronisieren.
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„Wir legen dem Lugner ernste Worte in den Mund“
Die Realität holt die Satire ein. Das klingt zwar einerseits ein wenig nach Floskel, andererseits muss man sich nur Leute anschauen, die es in die Politik drängt – wie etwa Donald Trump , Richard Lugner oder Frank Stronach. Die glauben ja mitunter, dass es allein ein rebellischer Akt ist, wenn man sich anders als klassische Politiker verhält, was ich persönlich ja nur bedingt lustig finde. Die maschek-Maxime: Wenn man sich über Politiker nicht mehr lustig machen kann, dann muss man sich über sie ernst machen. In „Fake! In Wahrheit falsch!“ legen wir dem Lugner ernste Worte in den Mund. Die…
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„Andreas Gabalier ist die kulturelle Speerspitze des Rechtspopulismus“
Andreas Gabalier ist die kulturelle Speerspitze des Rechtspopulismus. Er wird als solche aber nicht wahrgenommmen und darf in der ARD und im ORF ein Millionenpublikum bespaßen. Er ist der Wegbereiter des Strachismus. Vor diesem Kulturbegriff fürchte ich mich, er hat aber mittlerweile eine Mehrheit. Quelle: „Weil derb ist ja gut“ – Vorarlberger Nachrichten | VN.AT
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re:publica
re:publica – 2005 und 2007: Quelle: Robert Stachel | re:publica
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Liebes Ich aus dem Jahr 1994!
Liebes Ich aus dem Jahr 1994! Du musst jetzt sehr stark sein: Ich habe gerade – ohne mit der Wimper zu zucken – alle meine SD-Karten mit weniger als 4 GB Speicherplatz aussortiert und weggeschmissen. Jetzt muss ich mit schlechtem Gewissen an Dich denken. Ich weiß, für Deine erste 80 Megabyte-Festplatte bist Du gerade drei Wochen im Callcenter gesessen und hast von 9 bis 17 Uhr politischen Meinungsmüll zu Protokoll gebracht. Es wird trotzdem nicht umsonst gewesen sein, auch wenn Du das jetzt noch nicht verstehst.
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„Ich bin nicht der Hofnarr von Wolfgang Schüssel.“
Bild: Ines Mahmoud Also ein politischer Protest von Ihrer Seite? Unbedingt! Das war eine aktionistische Intervention: Wir drehen denen den Ton ab und wir holen uns unsere Deutungshoheit zurück. Daraus entstanden eine Marke und ein Aktionismus, der bis heute hoffentlich in unseren Clips zu sehen ist. Geht es immer um einen politischen Protest oder manchmal nur um die sprachliche Parodie an sich? Im Idealfall ist es beides. Wir finden einer Nummer dann gelungen, wenn sie sowohl eine politische Dimension hat als auch deppert ist. Quelle: Robert Stachel: Ich bin nicht der Hofnarr von Wolfgang Schüssel
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Lust am Nachmittag
Drehbuch für eine TV-Comedy-Serie in sechs Teilen (fertig geschrieben, nie gedreht.) von Robert Buchschwenterund Robert Stachel(Wien 2014) Wer das Drehbuch lesen oder verfilmen möchte, schreibt uns bitte hier. Gerry Lust (45) ist Moderator beim Regionalradio in der Steiermark, seine Sendung „Lust am Nachmittag“ ist beliebt bei den Hörern, seit über zehn Jahren interviewt er täglich prominente Gäste mit jovialem Schmäh und professioneller Gelassenheit. Eigentlich hat Gerry Lust alles erreicht, was er erreichen wollte. Man kennt ihn, er verdient nicht schlecht, er hat einen fast erwachsenen Sohn und wohnt in einem schönen Haus in der Vorstadt. Objektiv gesehen hat Gerry also…
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Speckgürtel. Ein Text zum Bild „Wintertag“ von Josef F. Krichbaum.
Ein schönes Haus im Speckgürtel, hintenraus kein Nachbar: Wenn Frau N. geahnt hätte. dass sich 3D-Fernseher ohne Brille nicht durchsetzen und ihre Preise bald ins Bodenlose fallen würden, hätte sie das viele Geld in eine größeres Panoramafenster investiert. Aber Hauptsache sie hat das Haus gekriegt bei der Scheidung. Und er muss wieder aus der Stadtwohnung auf diese kalte Feuermauer schauen.
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Modern Stalking
erschienen 2014 als Vorwort zum Buch „Modern Stalking“ von Michael Dufek. (erschienen im Holzbaum Verlag) Was bedeutet der Name? Kann man davon leben? Und wie kommt man auf so etwas? Die drei immergleichen Fragen des Redakteurs an den jungen Künstler. Michael Dufek verdient es, diese Themen gleich im Vorwort beantwortet zu kriegen. Also: Die Marke Dufitoon ist – unschwer nachvollziehbar – eine Zusammensetzung aus dem Nachnamen und dem Produkt des Künstlers. Die Marke ist gut, denn sie wächst mit. Sie passt zu dem, was Dufek jetzt – beim Steilwandanstieg seiner Karriere – macht, und sie passt auch, falls Dufek aus seiner Kunst…